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In der Schlussphase wird’s deutlich

Fußball-Kreisoberliga: Die FSG Bebra bezwingt ihren Nachbarn SG Rotenburg/Lispenhausen 5:2

 

V O N BURGHARD HAUPTMANN

BEBRA. Von der 0:3-Heimpleite gegen die SG Hessen/SpVgg. Bad Hersfeld zeigte sich die FSG Bebra gut erholt. Sie schlug im Nachbarschaftsderby der Fußball-Kreisoberliga die SG Rotenburg/Lispenhausen 5:2 (0:1) und verbesserte sich auf Rang sechs. Der Rückstand auf den Gegner ist auf einen Punkt geschrumpft.

Dass Nachbarschaftsderbys nicht immer fußballerische Leckerbissen sind, zeigte sich am Samstagnachmittag auf der Biberkampfbahn. Dabei ging es spektatkulär los mit einem Flankenball von Alexander Wahl an, der plötzlich auf der Latte des Bebraers Gehäuse tanzte (3.).

Danach aber gab es bis zur 22. Minute Magerkost. Pässe kamen nicht an, Bälle gingen beim Geplänkel im Mittelfeld verloren. Als Christoph Allendorf nach einer Konfusion im Rotenburger Strafraum die Kugel völlig frei am Gehäuse vorbei ins Torhaus hämmerte, sorgte er damit wenigstens für ein bisschen Aufregung (23.). Die war steigerungsfähig. Und sie wurde gesteigert mit dem Führungstor der Gäste: Jan Hanstein hob den Ball vor das Bebraer Tor, wo plötzlich Rotenburgs Abwehrchef Steffen Kanngießer auftauchte. Der ließ sich von Marcel Schmidt nicht aufhalten und gab Keeper Patrick Jahn keine Abwehrchance ( 38.).

Kurz vor dem Halbzeitpfiff vergab Christoph Allendorf noch die Gelegenheit zum Ausgleich, als er an SG-Keeper Patrick Künzl scheiterte (44.). Bei seiner Pausenansprache schien Bebras Trainer Andreas Gleim die richtigen Worte gewählt zu haben. Jedenfalls ließ das 1:1 nicht lange auf sich warten. Nach einem hohem Ball und einer Kopfballabwehr nahm Martin Silbermann die Kugel direkt, SG-Keeper Künzl verschätzte sich, und schon lag die Kugel im Netz (46.). Das die Gäste in der 53. Minute nicht in Führung gingen, war wohl der fehlenden Routine des jungen Max Iwers geschuldet. Er verstolperte einen feinen Steilpass. Besser machte es Christoph Allendorf auf der anderen Seite. Er umspielte die halbe SG-Abwehr, verlud auch noch Keeper Künzl und vollendete zum 2:1 (59.).

Endlich war Dynamik im Spiel, wozu beide Teams beitrugen. Auch am 3:1 war Christoph Allendorf beteiligt. Er bediente Nicolai Eichhorn, der hob den Ball vors Tor, wo ihn sich Martin Silbermann angelte und in die lange Ecke zirkelte (75.).

Von da an wich die feinere der rustikaleren Spielweise. Die Nicklichkeiten häuften sich. Eine davon führte zu einem Freistoß, den David Murad zu Tobias Berge brachte. Der nutzte eine Lücke in der Bebraer Abwehr, und es stand nur noch 3:2 (80.). Kurz darauf hatte Berge Pech, als sein Kopfball ans Gebälk klatschte (83.). Die Gäste setzten nun alles auf eine Karte, entblößten ihre Abwehr und kassierten in der Schlussphase noch zwei Gegentreffer nach Richard Krummes Solo (90.) und durch Aziz Irans Kopfballtorpedo ((90.+2).

„Wir haben zum rechten Moment die Tore gemacht. Ich bin momentan mehr mit Tapen als mit Coachen beschäftigt“, sagte FSG-Trainer Andreas Gleim. Gästetrainer Steffen Oehlschläger befand: „Usere erste Halbzeit war desolat. Allen, was man in einem Derby braucht, hatten wir heute nicht. Und dann gibt uns der Schiedsrichter einen klaren Elfmeter nicht. Im Gegenzug fällt das Tor gegen uns.“

FSG: Jahn - Woche, Becker, Allendorf, Engel (52. Iran), Marcel Schmidt, Silbermann, Manuel Schmidt (46. Eichhorn), Bode Krumme, B. Iran SG: Künzl - Bode, Detlefsen, Krah (61. Murad), Stenzel (49. Eckert), Hanstein, Kanngießer, Wahl (61. Berge), Iwers, Weber, Orth Tore: 0:1 Kanngießer (38.), 1:1 Silbermann (46.), 2:1 Allendorf (59), 3:1 Silbermann (75.), 3:2 Berge (80.), 4:2 Krumme (90.), 5:2 A. Iran (90.+2) SR: Langguth (Niederjossa) Zuschauer: 300

Quelle HNA vom 2. Okt.

Ausserdem spielte:

FSG Bebra II – SG Rotenburg/Lispenhausen II 2:4

0:1 Tobias Berge (12.), 0:2 Ali Sami (38.), 0:3 Ali Sami (61.), 1:3 Witali Reim (67.), 1:4 Joshua Lehn (84.), 2:4 Elia Switek (90+2)

 


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